Schneidern auf dem Strelasund

Bisher hatten wir eigentlich nur Hamburg und Umgebung abgeangelt und da wir mal Lust hatten einen größeren Ausflug zu machen, kauften wir uns Tickets für die LMAB X-Mas Tour im Dezember, die von den Hecht und Barsch Jungs organisiert wird. Stralsund klang spannend.

Wir haben uns vorher noch in unserem zweiten Wohnzimmer, Angelcenter Vögler,  mit Tipps und Material ausgestattet. Daniel gab uns noch ein paar seiner berühmten Hamburger Stinte mit und wir waren sicher, dass nichts mehr schiefgehen kann.

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Die Tour sollte am Samstag starten, da wir aber eine gute Übernachtungsmöglichkeit in Stralsund hatten, entschlossen wir uns schon am Freitag anzureisen um gleich noch zwei ansässige Brauereien zu besichtigen (das sollte auch das einzige Erfolgserlebnis sein, welches wir an diesem Wochenende erlebten). Am Samstag trafen wir uns mit den anderen Teilnehmern relativ früh am Stralsunder Hafen. Marcel, Dana und Jan schnappten sich nach kurzer Einweisung ein Boot und fuhren drauf los, in der Hoffnung einen ordentlichen Fang zu machen. Leider ging schon auf dem Weg zum ersten Spot der Motor des Bootes aus und es stellte sich heraus, dass der Anlasser des Bootes kaputt war. Motorschaden mitten auf dem Strelasund, na super! Also war erstmal Paddeln und Hilfe rufen angesagt…  Die Hecht und Barsch Jungs kamen auch nach einiger Zeit und schleppten uns in den Hafen, wo ein neues Boot auf uns wartete. Zwar war das neue Boot um einiges besser, allerdings hatten wir auch gut 2,5 Stunden eingebüsst.

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Wir machten uns sofort auf um zu dem Spot zu fahren, von dem schon einige Fänge vermeldet wurden.

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Es half aber alles nichts, als wir an dem Spot angekommen waren, trieben schon gefühlte 20 Boote an der Stelle herum und so waren weitere Fänge, aufgrund des Trubels, nicht mehr zu erwarten. Wir warfen noch ein paar mal aus, beschlossen dann aber nach einiger Zeit umzukehren um noch ein bisschen in Hafennähe zu Fischen, auch weil wir das Boot bald wieder abgeben mussten, da sich der Sonnenuntergang näherte. Bevor wir uns aufmachten war es aber erstmal Zeit für ein Bier. Stress hatten wir ja schon genug.

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Leider ging auch im Hafen nichts mehr und so mussten wir den Angeltag relativ unerfolgreich zu Ende gehen lassen. Wir beschlossen eine Nacht länger in Stralsund zu bleiben um am nächsten Tag nochmal alleine rauszufahren. Das Boot hatten wir bereits im Hafen angemietet. Um 22 Uhr entschied sich Patrick auch noch schnell von Hamburg rüberzufahren um uns beizuwohnen. Wir mieteten schnell noch ein weiteres Boot an damit wir genug Platz für alle hatten.

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Am nächsten Morgen ging es wieder kurz nach Sonnenaufgang aufs Wasser. Wir fuhren sofort an den Spot, an den wir auch am Vortag schon wollten. Nach ca. vier Würfen hatte Jan dann einen schönen Hecht am Haken. Leider wand er sich kurz bevor wir ihn keschern konnten einmal ums Ankerseil und drehte sich aus dem Haken. Das war es dann wieder für den ganzen Tag. Auch drei weitere Spotwechsel konnten daran nichts ändern, kein Biss, kein Fisch, gar nichts. Ausser Spesen nichts gewesen, aber wenigstens das Wetter hat mitgespielt. Völlig demotiviert fuhren wir nach Hause. Wie heisst es doch so schön: Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Tag ist Fangtag…