Baltic Sea Circle 2018 Tag 2 – Küstenkohl mit Wildschwein

  • Tag 2
  • Gefahrene Strecke: 550 km
  • Gefahrene Zeit: 8h
  • Kattvik – Arvika (Schweden)
  • Wetter: 15° wechselhaft
  • Dinner of the Day: Wildschwein gegrillt mit Küstenkohl und Bratkartoffeln

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Nach einer ausgeschlafenen ersten Nacht beginnen wir unseren Tag bei Sonnenschein und einem leckeren Frühstück, eigentlich wollen wir auch noch die Angeln auspacken, aber am Horizont machen sich bedrohlich aussehende Wolken breit. Jan macht bei einem Rundgang am Strand die kulinarische Entdeckung des Tages: Strandkohl (oder auch Meereskohl/Küstenkohl) und sofort wird für das Abendessen geerntet. Der Küstenkohl macht sich bestimmt gut zu dem Wildschwein, was wir noch in unserer mobilen Kühlbox haben. Am Abend planen wir nämlich zu grillen, sollten wir einen geeigneten Spot finden.

Wieder haben wir Glück, eine Sekunde, nachdem wir unser Lager abgebaut haben und die Kofferraumklappe schliessen, fängt es wie aus Eimern an zu regnen. Also ab ins Auto und los. Unser erster Weg führt uns zur nächsten Tankstelle und danach in einen schwedischen Supermarkt um neues Bier und lokale Köstlichkeiten für die Fahrt zu erwerben. Danach ist es schon 13.00 und wir müssen jetzt auf die Tube drücken um noch ein bisschen Strecke zu machen. Los geht es Richtung Malung.

Um 17.30 und knapp 500km später beginnen wir mit der Spotsuche. Wieder mal nicht so einfach, alles zugebaut rund um die Seen, die wir uns ausgeguckt haben. Nach zwei Stunden und einem wilden Ritt über Schotterpisten und Schlaglöcher, tut sich mitten im Wald ein kleines Paradies auf. Genug Platz für beide Autos und sogar eine kleine Angelhütte mit Feuerstelle. Leider beginnt es mal wieder zu regnen und so beschliessen wir unser Lager direkt bei den Autos aufzuschlagen, weil man zur Angelhütte 30m gehen müsste 🙂 .

Schnell ist der Grill aufgeheizt, ein Feuer gemacht und sowohl das Wildschwein als auch der Küstenkohl brutzeln vor sich hin, als sich ein neues Problem ergibt: Mücken! Aber nicht die gute deutsche Hausmücke, sondern ein besonders lästiges Exemplar in der Größe einer Fruchtfliege, die mit Millionen Kameraden über unsere noch unbestochenen Körper herfällt. Keines unserer zahlreichen Mückenmitteln, noch Rauch oder Regen halten diese Biester davon ab, uns komplett aufzufressen. Das kann uns die Laune an diesem Tag aber nicht verderben, schon bald tut sich der Himmel auf und die Mitternachtssonne taucht unser Lager und den See in ein pastellfarbenes Abendlicht. Dana entscheidet sich noch eine Runde zu angeln und wir anderen sitzen noch eine ganze Weile ums Feuer und gönnen uns ein paar eiskalte Bierchen und erzählen uns Geschichten von vergangenen Abenteuern…

Baltic Sea Circle 2018 Tag 1 – Der Start

  • Tag 1
  • Gefahrene Strecke: 624 km
  • Gefahrene Zeit: 8h
  • Hamburg – Kattvik (Schweden)
  • Wetter: 18° wechselhaft
  • Dinner of the Day: Wurstbrötchen – Beef Jerky – Wildkirschen

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So, da sind wir nun wieder, zwei Jahre nachdem wir uns geschworen haben nie wieder bei der Baltic Sea Rallye mitzufahren, stehen wir nun wieder mit unserem vollgepackten Auto am Hamburger Fischmarkt und können es nicht mehr abwarten, bis es endlich losgeht. Unser guter alter 190er ist in Bestform und wird uns hoffentlich auch dieses Mal wieder ohne Probleme die über 7500km um die Ostsee schaukeln.

Wir haben uns dieses Mal noch besser vorbereitet und alles was beim letzten Mal unnötig war, Zuhause gelassen. Somit haben wir uns sogar noch einen Platz auf der Rückbank geschaffen, wo nun Henri, ein Jagdfreund von Jan, uns bis nach Tromsö begleiten wird, wo er dann aussteigt um den Sommer über durch Skandinavien zu trampen.

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Ausserdem begleiten uns noch Tobi und Max in Ihrem Landrover Defender, zwei Fotografen, die wir bei unserem letzten Ausflug nach Thüringen kennengelernt haben, sowie ein alter Studienkollege und eine Arbeitskollegin jeweils mit eigenen Teams.

So, da ist endlich der Startschuß und es geht los! Da wir von vornherein abgemacht haben die Aufgaben aus dem Roadbook der Rally nicht zu beachten (da unser Hauptziel Angeln ist) und unsere eigene Route zu wählen, fahren wir durch Dänemark bis nach Malmö und versuchen so weit wie möglich Richtung Göteborg zu kommen. Nach 7 Stunden Autobahn haben wir keine Lust mehr und Hunger und so beschliessen wir, nach einem geeigneten Spot für unser erstes Camp zu suchen. Tobi und Max sind noch relativ weit hinter uns (so ein Defender fährt ja nicht so schnell) und die anderen beiden Teams sind eh woanders lang gefahren.

Als wir nach einer halben Stunde der Suche nach einer geeigneten Stelle noch immer nichts gefunden haben, wurden alte Erinnerungen wach. Schon vor zwei Jahren, als wir die Rally zu ersten Mal gefahren sind, machten wir den Fehler zu lange zu fahren bis der Hunger unerträglich wurde um dann verzweifelt nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Zum Glück haben wir wenigstens dem Hungerproblem in weiser Voraussicht vorgebeugt und etliche kleine Snacks, wie selbsgemachtes Beef Jerky, Cashewnüsse etc. schon vorportioniert in kleinen Beuteln in allen Ecken des Autos verstaut. So sind wir zumindestens dem sonst drohenden „Hungerstreit“ aus dem Weg gegangen.

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Nach ca. 1,5 Stunden haben wir dann auch endlich einen geeigneten Spot direkt am Meer gefunden und haben es sogar noch geschafft unser Lager aufzubauen, bevor es richtig anfing zu regnen. 40 Minuten später trudelten dann auch Tobi und Max ein, bauten ihr Dachzelt auf und steuerten noch eine Lichterkette für die Gemütlichkeit bei. Wir saßen bis tief in die Nacht draussen, haben noch ein paar Bier getrunken und sind dann zufrieden in unsere Zelte gegangen, denn morgen wollen wir wieder ein bisschen Strecke machten.

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Baltic Sea Circle 2018

Es ist wieder soweit, wie schon vor zwei Jahren nehmen wir dieses Jahr wieder an der nördlichsten Rallye der Welt, dem Baltic Sea Circle 2018 teil. Die Rahmenbedingungen sind wie gehabt: 16 Tage, 7500km, keine Autobahnen, kein Navi und ein Auto, was älter sein muss als 20 Jahre. Zum Glück hält uns unser guter alter 190er die Treue und wir freuen uns auf ein neues Abenteuer. Da wir ja aus der Erfahrung vor zwei Jahren wissen, was gut geklappt hat und was nicht, haben wir unsere Route optimiert und unser Gepäck verschlankt und noch mehr Stops zum Angeln geplant. Wir wollen immernoch einen Lachs fangen, Forellen nachstellen und dann noch ein bisschen im Meer angeln. Ob das klappt? Wir werden sehen.

Falls Ihr nun Lust bekommen habt uns auf unserer Reise zu begleiten, seid Ihr hier genau richtig. Wir werden wieder versuchen jeden Tag ein kleines Update von unseren Erlebnissen zu posten.

Mehr Infos zur Rallye unter: http://balticrally.superlative-adventure.com

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